Arbeitskreis: Zukunft der Werkstätten/Entgelt

 Einen Bericht von Georg Osterloher

Am 3. und 4. Juli 2018 hat sich der Arbeitskreis ‚Zukunft der Werkstätten‘ in Berlin getroffen. Eingeladen hatte der Vorstand von Werkstatträte Deutschland. Teilgenommen haben LAG-Werkstatträte aus 10 Bundesländern. Dazu noch Mitglieder aus dem Vorstand und der Assistenz vom Vorstand und Vertrauenspersonen. Zusammen waren wir 20 Personen. Wir haben in einem Hotel am Tiergarten getagt.

Der Arbeitskreis soll den Vorstand bei seiner Arbeit unterstützen. Er soll für ihn eine Position erarbeiten. Diesmal ging es um die Frage: wie kann die Entgelt-Situation der Beschäftigten in Zukunft verbessert werden?

 

Am ersten Tag hat Dr. Martin Kaufmann einen Vortrag gehalten und mit uns gesprochen. Dr. Martin ist Mitarbeiter der BAG WfbM. Er hat uns einen Überblick über das Arbeitsentgelt und das Einkommen von Werkstattbeschäftigten gegeben.

Das Entgelt setzt sich zusammen aus dem Grundbetrag, dem Steigerungsbetrag und dem Arbeitsförderungsgeld. 2016 war das Durchschnittsentgelt eines Beschäftigten in Deutschland bei 180 € im Monat.

Unter den Werkstatt-Beschäftigen in Deutschland sind
151 000 Grundeinkommen-Empfänger,
etwa 80 000 Erwerbsminderungsrente-Empfänger und
70 – 80 000 Selbstzahler.

Dr. Martin hat uns berichtet, welche Gedanken sich die BAG WfbM zum Entgelt und zu den anderen Leistungen für Beschäftigte für die Zukunft macht.

Er hat drei Vorschläge vorgestellt:
–   alle Leistungen ( zum Beispiel: Grundbetrag, Steigerungsbetrag, Arbeitsförderungsgeld und Grundsicherung ) wie bisher, nur von einer Stelle;
– pauschale Grundsicherung und Steigerungsbetrag;
– höhere Grundsicherung ohne Anrechnungen

                                

                                                                     .

Am zweiten Tag haben wir diese Vorschläge diskutiert und über eigene Vorschläge geredet.  Es ging vor allem um die Idee, ‚alles aus einer Hand‘ zu bezahlen und um ein ‚bedingungsloses Werkstatteinkommen‘ für alle.

Außerdem haben wir vor, uns anzusehen, wie Werkstattbeschäftigte in anderen europäischen Ländern bezahlt werden.

Kurzfristige Ziele zum Entgelt könnten sein: mehr Transparenz, eine einheitliche Entgeltordnung, Sonderzahlungen nicht anzurechnen. 

Wir werden jetzt in kleinen Gruppen weiter arbeiten und kommen am 26. und 27. September zum nächsten Treffen in Berlin zusammen.

Dann wollen wir die Ergebnisse zusammen tragen. Und wir wollen uns damit beschäftigen, was in Zukunft noch alles auf die Werkstätten zu kommt.

Die Arbeit im Arbeitskreis hat allen gut gefallen. Sie war interessant, sehr informativ, spannend und auch anstrengend.

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