Werkstätten sollen sich an Gesetz halten

Pressemitteilung
Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul
auf Kobinet-Nachrichten

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/35504/Werkst%C3%A4tten-sollen-sich-an-Gesetz-halten.htm

Langenselbold (kobinet) Vom 13. bis 16. Februar trafen sich in Langenselbold (Hessen) die Delegierten der Landesarbeitsgemeinschaften der Werkstatträte aus 14 Bundesländern. Diese Landesarbeitsgemeinschaften vertreten bundesweit etwa 300.000 Menschen mit Behinderung in etwa 750 Werkstätten. Bei diesem Treffen wurde die Finanzierung der Arbeit der Werkstatträte besonders im Lichte des neuen Bundesteilhabegesetzes besprochen. Für Kristina Schulz vom Vorstand der Werkstatträte Deutschland war es daher „traurig, dass nicht alle Bundesländer vertreten sein konnten, weil ihnen das Geld fehlt“.

Das neue Bundesteilhabegesetz soll eigentlich die Arbeit der Werkstatträte absichern, um ihnen u.a. die Teilnahme an Tagungen finanziell zu ermöglichen. „Schade, dass das nicht stimmt“, sagt Johannes Herbetz, Vorstand der Werkstatträte Deutschland (WRD). „Es ist unverständlich, dass die Werkstätten und deren Landesverbände sich nicht selbstverständlich an das Gesetz halten und die Arbeit der Werkstatträte möglich machen“, ergänzt Martin Kisseberth, ebenfalls im Vorstand der WRD. „Recht haben und Recht bekommen ist was völlig anders“, ergänzt Jürgen Thewes aus dem Vorstand der WRD.

Seit vielen Jahren arbeiten die Werkstatträte intensiv auf Landes- und Bundesebene, um sich für die Rechte der Menschen mit Behinderung einzusetzen. Doch dies immer nur auf Sparflamme. Jetzt steht im Bundesteilhabegesetz, dass diese Arbeit von den Werkstätten bezahlt werden muss. „Hoffentlich halten sich die Werkstätten an das Gesetz und finanzieren nun endlich diese Arbeit“, so die Erwartung der Werkstatträte.

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